Krieg auf TikTok

Haben Sie sich gestern auf TikTok umgesehen?

Wir schon.
Es dauerte 3 Videovorschläge und wir waren mittendrin in den Kriegshandlungen in der Ukraine.
Machen wir uns nichts vor: Unsere Kinder sehen diese schrecklichen Szenen auch!

👉 Wischen Sie nach links, um alle Slides zu sehen.

Livevideos von Bomben, die in Wohnhäuser fallen,
von rollenden Panzern und schreienden Menschen.
Autokolonnen flüchtender Menschen. Drohungen Putins.

 

Das geht ins Mark, erschüttert, verängstigt, bricht Herzen und unsere Vorstellung eines friedlichen Europas.

 

Wenn es uns Erwachsenen so geht – was geht dann in unseren Kindern vor?

 

In Social Media finden wir Fragen wie:
„Bricht jetzt der 3. Weltkrieg aus?“
„Wer schützt die Menschen in der Ukraine?“
„Sind auch wir in Deutschland bedroht?“

 

Begleiten Sie Ihr Kind im Umgang mit seinen Eindrücken, Fragen und Ängsten!

 

Eines ist gewiss: Ihrem Kind ist der Krieg in der Ukraine bereits gestern begegnet.
Wenn nicht daheim, dann auf dem Schulhof.

 

Viele junge Menschen informieren sich (zumindest auch) über TikTok.
Sie bilden sich mittels Medien ihre Meinung.
Suchen dort nach Spaß und Zerstreuung.
Und finden einmal mehr unmittelbare Szenen aus dem Krieg.

 

Das macht etwas mit uns. Mit Groß und Klein.

 

Die Informationslage ist unübersichtlich.
Und wir suchen nach Antworten und Orientierung.

 

Wahrscheinlich ist es schwer über den Krieg zu reden.
Dennoch: Tabuisieren sie das Thema nicht!

 

Falls Ihr Kind auf TikTok ist, lassen Sie es die Videos aus der Ukraine möglichst nicht alleine sehen.
Seien Sie zur Stelle und suchen Sie das Gespräch.
Als Lehrkraft in der Schule oder als Elternteil daheim.
Geben Sie Halt und Orientierung.

 

Auch die eigene Sprachlosigkeit kann ein Thema sein.
Dann weiß ihr Kind, dass es mit diesem Gefühl nicht allein ist.

 

Auf TikTok können Sie gemeinsam nach verlässlicheren Kanälen suchen, z.B. dem der Tagesschau.

 

Über den „Begleiteten Modus“ lassen sich weitere Einstellungen vornehmen.
Etwa, dass keine Videos im „Für dich“-Feed angezeigt werden, die der TikTok-Algorithmus für Erwachsene bestimmt. Wie gut das für Kriegsinhalte funktioniert, können wir jedoch nicht einschätzen.

 

Wir sind in Gedanken bei den Kindern und Erwachsenen, die in der Ukraine ihre Heimat haben, und denen jetzt das Schlimmste widerfährt.
Wir verurteilen die Angriffe Russlands, hoffen auf kluge Antworten seitens der Politik und auf den bestmöglichen Ausgang für die Menschen.

 

Lasst uns Empathie und Demokratie leben! Menschen- und Kinderrechte sind nicht verhandelbar!